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» Aufwärmtraining und Konditionstraining Ratgeber
Trainingspläne

Wie bereits bei der Vorstellung des Aufwärm- und Konditionstraining erwähnt, ist es durchaus nützlich einen persönlichen und individuellen Trainingsplan zu erarbeiten. Dieser sollte die zu absolvierenden Übungen auflisten und wenn möglich auch die Anzahl der Wiederholungen oder Messwerte, wie z.B. den optimalen Puls enthalten. Sofern die Möglichkeit besteht, sollten die Ergebnisse von messbaren und vergleichbaren Übungen auf Dauer archiviert und kontrolliert werden.

Allerdings nützt der beste Trainingsplan nichts, wenn er nicht optimal auf seinen Nutzer abgestimmt ist. Dies bedeutet aber nicht, dass besonders einfache oder gut beherrschte Übungen überwiegen, sonder die Übungen möglichst oft variieren. Dies dient dazu, dass das Training abwechslungsreich bleibt und die Wirksamkeit des Trainingsplans durch die Monotonie der Übungen nicht negativ beeinflusst wird.

In welchem Umfang ein Trainingsplan erstellt wird liegt aber im Ermessen des Boxers und des Trainers, wobei auch ein Trainingsplan für die Zeit außerhalb des Trainings erstellt werden sollte. So kann man die Wirksamkeit des Trainings auch in den eigenen vier Wänden steigern. Hier sollte beachtet werden, dass selbst kurze Trainingseinheiten mit einer Dauer von 10 bis 15 Minuten große Wirksamkeit zeigen. Wichtig ist nur, dass der erarbeitete Trainingsplan auch eingehalten wird, sollte dies nicht der Fall sein, so sollte er entsprechend angepasst werden, denn nur wenn alle Trainingsmethoden im Einklang stehen ist ein erfolgversprechendes Training möglich. Zur Unterstützung des Trainingsplan können in vielen Vereinen auch weitere Angebote, wie z.B. die Teilnahme an einem Lauftreff oder einer Ballspielgruppe genutzt werden. So hat man neben dem persönlichen Ziel auch noch weitere soziale Kontakte, die ein ähnliches Ziel verfolgen.


Konditionstraining

Sobald es beim Boxen von der Trainingsphase in die Kampfphase übergeht, ist es von größter Wichtigkeit über eine ausgezeichnete Kondition zu verfügen, denn obwohl die Anstrengung für viele Außenstehende nicht ersichtlich ist, erfordern gerade die koordinierten Schläge und schnellen Schritte ein hohes Maß an Kondition. Ist dies nicht vorhanden, ist es fast unmöglich einen Kampf zu gewinnen, da man immer davon ausgehen muss, dass der Gegner mehr bietet. Dementsprechend wichtig ist es, dass das Boxtraining auch die Kondition trainiert. Die Kondition wird am besten mit Hilfe von Trainingsplänen aufgebaut, die ein Wechselspiel von Laufen, Springen und speziellen Bewegungsabläufen enthalten.

Effektive Übungen, die auch von den Profis des Boxsports durchgeführt werden sind z.B. Laufübungen, bei denen ein schneller Wechsel zwischen Spurt und Dauerlauf stattfinden oder das Seilspringen mit einer sehr hohen Rotationsgeschwindigkeit. Jedoch sollte das Konditionstraining möglichst abwechslungsreich sein, was z.B. durch ein regelmäßiges Zirkeltraining erreicht werden kann. Letzteres kann, sofern es regelmäßig stattfindet auch der Kontrolle der Leistungen dienen, denn mit steigender Kondition werden auch die dabei erreichten Ergebnisse besser.

Wer aber wirklich erfolgreich werden will, der sollte das Konditionstraining nicht nur auf die wöchentliche Trainingseinheit beschränken, sondern möglichst in den eigenen Alltag integrieren. So ist es durchaus empfehlenswert Treppen zu steigen, Joggen zu gehen oder auch einen Heimtrainer anzuschaffen, mit dem regelmäßig diverse Übungen durchgeführt werden können. Neben dem Zirkeltraining eignet sich auch der bekannte Cooper-Test zur Leistungsüberprüfung, dabei muss innerhalb von 12 Minuten eine möglichst weite Strecke zurückgelegt werden. Ein guter Einstand liegt bei etwa 2700 Metern, wobei dieser Wert im laufe der Zeit möglichst stark gesteigert werden sollte.


Aufwärmen

Auf Grund der hohen Belastungen, die sogar schon beim Boxtraining herrschen, ist es unerlässlich vor dem Training ein spezielles Aufwärmtraining durchzuführen,welches die Muskeln auf Temperatur bringt und die beanspruchten Muskelpartien ausreichend dehnt. Das Aufwärmtraining sollte daher mit lockeren Laufübungen beginnen, welche von Ruhepausen und Dehnübungen abgelöst werden. Hierbei sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass Arme und Beine intensivst gedehnt werden. Je weiter das Aufwärmtraining fortgeschritten ist, desto höher sollte die Intensität sein. Ziel ist dabei, die Aufwärmphase mit kurzen Spurts und schnellen Dehnübungen zu beenden, sodass das Boxtraining mit der bestmöglichen körperlichen Verfassung begonnen werden kann.

Allerdings sollte auch das Aufwärmtraining ausführlich ausgearbeitet werden, da jeder Boxer verschiedene Übungen bevorzugt und mit einigen Übungen bessere Erfolge erzielt, als es mit anderen der Fall wäre. Neigt man aber trotz einem umfangreichen Aufwärmtraining zu Krämpfen oder Verspannungen, so ist der Griff zu erlaubten Hilfsmitteln hilfreich. Ein Beispiel dafür ist die Verwendung von Chinaöl, welches vor dem Training oder vor Kämpfen in die Muskeln einmassiert wird. Dies löst eventuelle Verspannungen und beruhigt bedingt durch die intensive Geruchsbildung auch die Psyche. Allerdings gilt, dass solche Hilfsmittel die Effektivität des Trainings höchsten verbessern und nicht ersetzen können, denn wird das Aufwärmen vernachlässigt, können unerwünschte Nebenwirkungen, wie z.B. Muskelkrämpfe, Überdehnungen und im schlimmsten Fall sogar Bänderrisse auftreten. Insgesamt sollte das Aufwärmtraining etwa 15 bis 20 % der gesamten Trainingszeit ausmachen.


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