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Beweglichkeit

Da es beim Boxen nicht darauf ankommt, nur einen Teil des Trainings perfekt zu beherrschen, sondern darauf, ein möglichst hohes Niveau in allen Bereichen zu erreichen, ist es notwendig die entsprechende Technik zu trainieren. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst schnell erste Erfolge zu erzielen, sondern mit regelmäßigem Training und konstant steigenden Ansprüchen zu akzeptablen Leistungen zu gelangen. Dabei zählt vor allem die Beweglichkeit, welche in vielen Fällen über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Deutlich wird die Wichtigkeit der Beweglichkeit durch die Analyse eines jeden Boxkampfs, denn meist hat der Boxer, der beweglicher ist die besseren Chancen auf den Sieg. Das liegt vor allem daran, dass eine hohe Beweglichkeit eine große Variation der Schläge erlaubt. So kann der Gegner innerhalb kürzester Zeit aus mehreren Positionen angegriffen werden und hat im besten Fall Probleme sich dagegen zu stellen. Zudem erlaubt eine gute Beweglichkeit auch das Ausweichen vor Schlägen, was für den Gegner bedeutet, dass Kraftreserven unnötig verschwendet werden. Auch die Möglichkeiten eines Konters werden dadurch gesteigert, da man dem Gegner bei effektivem Training die entscheidende Sekunde voraus sein kann.

Für die effektive Anwendung von technischen Mitteln ist aber ein langwieriges und forderndes Training notwendig, welches nicht nur die reine Beweglichkeit, sondern auch die Atmung und Koordination beinhaltet. Werden alle Praktiken erfolgreich beherrscht, steht dem nächsten Kampf nichts im Weg, denn neben einer ausgezeichneten körperlichen Verfassung erlaubt eine ausgereifte Technik auch, einem Kampf entspannter entgegenzutreten. Letztlich wird ein Kampf darüber Auskunft geben, ob das Training effektiv und erfolgreich war, oder ob einige Abläufe optimiert werden müssen.


Haltung

Während eines Boxkampfs ist auch die Haltung des Boxers von größter Wichtigkeit, denn durch unterschiedliche Körperhaltungen lassen sich unterschiedliche Erfolge erzielen. Unterschieden wird dabei zwischen einer offensiven und einer defensiven Körperhaltung, welche jeweils unterschiedliche Zwecke hat. Bei der offensiven Körperhaltung ist der Boxer kampfbereit und hat seinen Gegner bestens im Blick. Dabei zählt vor allem, dass die Schläge ihr Ziel möglichst genau treffen und die eigenen Deckung während des Schlags nicht gefährdet wird. Bei der defensiven Körperhaltung ist es hingegen wichtig, dass der Boxer die eingehenden Schläge möglichst effektiv blockt, was bedeutet, dass dem Gegner möglichst wenig Angriffsfläche geboten wird.

Allerdings ist es unmöglich, die Körperhaltung im Alleingang zu trainieren, denn für eine effektive Körperhaltung spielt auch die Koordination und die Schnelligkeit eine wichtige Rolle. Zudem ist es wichtig, die verschiedenen Haltungen möglichst stark zu variieren, damit der Gegner und der gegnerische Trainingsstab keine Abfolge erahnen kann. Insbesondere bei der defensiven Körperhaltung spielt die Körperspannung eine wichtige Rolle, denn harte Treffer können nur mit einer ausreichenden Gegenbewegung kompensiert werden. Wichtig ist allerdings, dass der effektive Einsatz der Körperhaltung trainiert wird, denn während einem Kampf sollte insbesondere die defensive Haltung nur selten notwendig werden, da sie unnötig viel Kraft kostet und im Ernstfall sogar den Sieg kosten kann. Deshalb gilt, dass man sich möglichst schnell aus der defensiven Haltung löst, um wieder in die offensive Haltung überzugehen. Nur dies ist der Schlüssel zum Erfolg und führt zu einem siegreichen Kampf.


Psychologie

Ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil des Boxens ist die Psychologie, denn vor und während einem Kampf ist das Bewusstsein der Boxer ausschließlich auf den Kampf gerichtet. Bei erfahrenen Boxern stellt dies in der Regel kein Problem dar, wer jedoch neu dabei ist, oder länger keinen Kampf bestritten hat, der ist angespannt und gestresst. Da es kein Geheimnis ist, dass Stresssituationen für Fehler verantwortlich sind, ist es bereits während der Vorbereitung hilfreich die mentalen Fähigkeiten des Boxers zu stärken. Dabei ist es vor allem wichtig, dass man den Boxer von seinem Können und der Fähigkeit zu gewinnen überzeugt, ohne dabei unehrlich zu wirken.

Neben offenen Gesprächen gibt es aber auch viele hilfreiche Übungen, die sich positiv auf die Psyche auswirken. So ist es z.B. ratsam diverse Entspannungs- und Konzentrationsübungen zu erlernen. Diese können dann in einer entsprechenden Situation,wie z.B. vor einem Boxkampf angewendet werden und stärken die mentale Verfassung, welche ebenfalls von großer Bedeutung ist. Außerdem stellt das erste Zusammentreffen der Kontrahenten eine anspruchsvolle Situation dar, in der bereits erste Rivalitäten ausgetauscht werden. Dies geschieht dabei durch Mimik, Gestik und Körperhaltung, welche den Gegner nach Möglichkeit verunsichern soll. Jedoch lässt sich auch der Umgang mit solchen Situationen trainieren, was bei einem perfekten Verhalten sogar schon zu Beginn eines Kampfs zu einem psychologischen Vorteil führt. Gerade aus diesem Grund sollte die mentale Kraft eines Boxers nicht vernachlässigt werden, denn ein psychischer Dämpfer wirkt sich direkt auf die körperlichen Fähigkeiten eines Boxers aus. Auch ein offener Umgang mit den Ängsten und Sorgen ist empfehlenswert, denn so können Stresssituationen vermieden oder gelöst werden.


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